Seit einigen Wochen hat sich hier auf unserer Website nichts mehr getan. Aber nur auf der Website ... !! 

Seit nunmehr (netto) 5 Schulwochen unterrichten wir unsere Schülerinnen und Schüler online im "Home Schooling". Über unsere Schulapp SDUI kommunizieren wir in Klassen- und Einzelchats mit den Eltern. Es ist im Kollegium vereinbart, dass jede Klassenlehrkraft sich möglichst einmal täglich auf diesem Wege bei den Kindern und Eltern meldet.

Über die Schulbox-Cloud des Landes stellen wir die Materialien für die Wochenpläne der Kinder zur Verfügung. Auf dem selben Wege werden ausgefüllte Blätter an die Lehrkräfte zurückgegeben, die den Kindern wiederum Rückmeldungen hierzu ebenfalls über die Schulbox zukommen lassen. 

In fast allen Klassen finden regelmäßige Videokonferenzen statt. Anfangs dienten die Konferenzen "nur" als Ersatz für das persönliche Gespräch. Man tauschte sich über die Situation, die eigenen Erlebnisse und das Lernen zuhause aus. Inzwischen gibt es in einigen Klassen bereits "richtige" Unterrichtsstunden per Videokonferenz, und das mit durchaus gutem Erfolg. Vor allem in den 3. und 4. Klassen haben die Kinder schnell verstanden, wie die Programme funktionieren, wie man sich zu Wort meldet, wie man das Mikrofon ein- und wieder ausschaltet usw. So wird es zunehmend möglich auch Inhalte zu besprechen, neue Rechenverfahren, grammatikalische Regeln, einen Lesetext usw.

Wir sind ein bisschen stolz darauf, dass es unseren Lehrerinnen und Lehrern, unseren Eltern und vor allem auch unseren Kinder in gerade einmal 25 "Schul-Tagen" gelungen ist, eine zu 90 % digitale Schule aus dem Boden zu stampfen, mit der wir weitgehend "normal" arbeiten können. Natürlich kam uns zugute, dass wir schon seit vielen Jahren versuchen uns neuen digitalen Lernverfahren zu öffnen. Aber letztlich war doch niemand von uns auf die aktuelle Situation vorbereitet. 

Nach wie vor ist es sowohl für unser Lehrerteam als auch für die Eltern zuhause eine stark fordernde und des Öfteren auch schwierige Situation. Manche Familien verfügen nicht über die nötige technische Ausstattung. Fehlende Drucker, unzureichende Endgeräte und manchmal auch geringe Kompetenzen im Umgang mit der Technik erfordern Engagement, nachbarschaftliche Hilfe und kreative Lösungen. So haben unsere Lehrerinnen und Lehrer schon unzählige Telefonate geführt und auch "Hausbesuche" gemacht, um nicht erreichbare Familien eben doch erreichen zu können. Wochenpläne werden differenziert und teilweise sogar auf das einzelne Kind zugeschnitten, so dass jeder die Möglichkeit hat auf seinem eigenen Level zu arbeiten. Viele Eltern helfen aktiv, indem sie Arbeitsblätter für andere Kinder mit ausdrucken oder den Kontakt zu anderen Familien halten und herstellen. Gemeinsam - Lehrer, Eltern und Kinder - werden wir weiter für jedes einzelne Kind kämpfen. "Wir lassen uns nicht hängen" - auch nicht wegen Corona, weder persönlich noch die anderen!

Das Bild zeigt einen Ostergruß unserer Lehrerinnen und Lehrer aus der ersten Aprilhälfte: